6 Jahre Weltreise – Ein Interview mit Nick Martin

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Ich freue mich heute Nick Martin im Interview haben zu können. Nick ist ein traveler, public speaker und Blogger.

Doch das war nicht immer so, ursprünglich war Nick in der IT Branche zuständig. So richtig mit Anzug, Audi A 3 und solidem Gehalt.

Nach seinem Jahresurlaub im Jahr 2009 änderte sich Nicks Mindset. Er stellte sich die Frage ob es den wirklich so sein muss das man

nach einem Urlaub wieder zurück in die Realität geholt wird. Könnte der Urlaub nicht zur Realität sein ?

Welchen Sinn hat es Geld hinterher zu rennen, von dem man sich dann nur neue Dinge kauft die man sowieso nicht braucht ?

Nick entschied sich dafür seinen Job zu kündigen.

Seit dem war er in über 50 Ländern und hat in Deutschland, Ecuador, Australien, den Fijis und Neuseeland gelebt.

Jetzt nach 6 Jahren reisen in der ganzen Welt, präsentiert Nick seine Erlebnisse in spannenden Vorträgen.

Ich selbst habe vor ein paar Wochen seinen Vortrag in Karlsruhe besucht und muss sagen er macht das echt klasse. Nick überzeugt mit viel Humor und spannenden Erlebnissen seiner reisen.

In diesem Interview wird er dir einige Tipps zum Thema reisen geben, außerdem wie Persönlichkeitsentwicklung und reisen zusammenhängen, welches Lebensmotto er hat und vieles mehr.

Also viel Spaß beim Lesen 🙂

 

Nick-Speaker


1.Du hast ja im Jahr 2009 deinen Job in der IT Branche gekündigt und das obwohl du recht gut verdient hast. Was hat dich damals dazu bewegt ? Und würdest du es wieder tun ?

Ich hatte damals einen Urlaub in Neuseeland. Danach habe ich für mich erkannt, das es mehr als nur einen sicheren Job und Gehalt braucht um ein erfülltes Leben zu haben. Es viel mir sehr schwer meinen Job aufzugeben und mich in das Ungewisse zu stürzen – würde es aber zum heutigen Zeitpunkt immer wieder tun!


2. Welche Tipps würdest du Menschen geben die ebenfalls eine Weltreise machen wollen ?

Zögert eure Träume nicht raus! Es gibt NIE den richtigen Zeitpunkt dafür. Es kommen einen immer irgendwelche „Gründe“, ein solcher Unterfangen nach hinten zu verschieben. Mein Tipp: Setzt euch ein Datum! Danach richtet ihr dann eure Planung, sucht euch vielleicht noch eine 2. Einkommensquelle (Nebenjob etc.) und fangt an zu planen! So hat man einen weiteren Motivationspunkt, seine Träume auch leben!


3. Wie konntest du die insgesamt 6 Jahre Weltreise bezahlen ?

Die ersten beiden Weltreisen habe ich ein W&T Visum in Australien & Neuseeland hintendran angesetzt. Somit konnte ich für ein paar Monate Geld ansparen um meine zukünftigen Reisen zu finanzieren. Danach durfte ich als Reiseblogger ein halbes Jahr durch die Welt reisen und wurde dafür bezahlt.

Geld ist nicht der wichtigste Punkt einer Weltreise. Es gibt immer einen Weg an Geld zu kommen, wenn man seinen Traum wirklich leben will (man muss nur seine Prioritäten ändern!)


4. Was waren die wichtigsten Erfahrungen/Erkenntnisse während deiner Weltreise(n)?

Für mich persönlich: Nobody gives a shit! D.h. Hör auf zu versuchen es allen anderen Recht zu machen. Letztendlich ist es dein Leben und du bist der Einzige der entscheidet wie das Drehbuch für dein Leben geschrieben werden sollte.

Die Welt ist nicht so schlimm wie wir es tagtäglich aus Medien unter die Nase gerieben bekommen. Geh raus, mach deine eig. Erfahrungen. Hör auf Dinge zu verurteilen, welche du selber noch nicht gesehen, probiert oder entdeckt hast!


5. Auf deinem Vortrag hast du erzählt das du einmal fast bei einem schweren Sturm auf dem Meer gestorben wärst. Inwieweit hat diese Erfahrung dein Leben beeinflusst/ verändert?

Ich sehe das Leben etwas entspannter. Ich gehe Dinge mit einer anderen Einstellung an. Das Leben kann so kurz sein, deshalb sollte man seine Träume und Ziele eher heute als morgen umsetzen!


6. Du warst ja auch ganz lange alleine reisen, welche Tipps hast du für Menschen die sich das nicht trauen oder noch etwas zurückhaltend sind?

Glaubst du du bist alleine da draußen? Es gibt unzählige “Wanderlust-Infizierte”, die deinen Traum teilen und die du unterwegs oder in Hostels triffst. Genau dieser Traum verbindet euch und lässt euch unterwegs die größten Freundschaften schließen, Abenteuer erleben und Momente voller Glück teilen. Du bist da draußen nicht alleine!


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7. Für viele Menschen ist auch die Sprachbarriere ein Grund nicht zu reisen oder nur in Länder, deren Sprache sie auch sprechen. Wie war das bei dir ? Und wie bist du damit umgegangen ?

Wenn man reist wirst du tagtäglich vor „Probleme“ gestellt: Mein Tipp: die Probleme anpacken! Wenn du eine Sprache nicht sprichst, dann lerne sie! Geh in eine Sprachschule, lerne von Locals! Eine Sprache zu lernen ist einfacher als man denkt! Man muss nicht perfekt werden, aber wenn man sich Mühe gibt, ergibt sich das von ganz alleine!

Ich konnte zwei Sätze Spanisch sprechen, bevor ich nach Mexiko gegangen bin. Dort habe ich mich für 4 Wochen in eine Sprachschule gesetzt und mich jeden Tag mit Mexikanern versucht zu unterhalten. Es ist ein Prozess, daher sollte man Geduld mitbringen. Aber es lohnt sich!


8. Du hast in deinem Vortrag gesagt das eines der geilsten Gefühle ist wenn du an einem Ort bist, an dem du schon immer sein wolltest. Welche Orte waren das bei dir und warum ?

Plätze, welche man schon immer mal sehen wollte, welche man zuvor nur im Fernsehen, Internet gesehen hat – ist ein wunderschönes Gefühl. Es zaubert ein Lächeln in dein Gesicht und es wirkt unwahrscheinlich befriedigend solche Orte / Erlebnisse selber am eigenen Leib zu erfahren.

Bei mir waren es Anfangs der Grand Canyon, die Golden Gate Bridge und New York City. Danach kamen dann das Surfen in Australien, Motorradtour durch Vietnam oder die Strände der Fidschis dazu. Die Bucketlist ist unendlich 🙂


9. Welches war das spannendste Ziel in deinen 6 Jahren Weltreise und warum ?

Motorradtour durch Vietnam war schon sehr speziell. Dass wollte ich schon immer mal machen. Als ich dann auf meiner Honda Win saß und die unendlichen Serpentinen des Ho Chi Min – Trails vor mir lagen, war ich total geflashed. Es ist immer ein sehr spezielles Gefühl wenn du dir nach Jahren des Träumens deine langersehnten Träume erfüllen kannst.


Nick-Selfie-Vietnam


10. Wirst du auch in Zukunft weiter reisen ? Wenn ja, welche Länder strebst du in nächster Zeit an ?

Ich glaube wenn man einmal mit dem Reisevirus infiziert ist, bekommt man den nur sehr schwer wieder los! Daher: Ja, bei mir geht es auch wieder weiter. Erstmal bin ich im November geschäftlich für 2 Wochen in Ägypten und dann für einen Monat in El Salvador surfen. Dann werden es wohl die Nordlichter in Island oder Norwegen.

Transibirische Eisenbahn steht auch noch auf der Bucketlist 🙂


11. Inwiefern würdest du sagen hat das Reisen zu deiner Persönlichkeitsentwicklung beigetragen ?

Reisen ist ein wesentlicher Faktor was die Persönlichkeitsentwicklung betrifft. Man reift, man lernt seine eig. Limits kennen und lebt gezwungenermaßen ausserhalb der Komfortzone. Alle die Erfahrungen und Abenteuer lassen dich zu einem anderen Menschen werden. Du wirst viel Zeit mit dir selber haben. Du kannst dich in versch. Situationen erleben, wie du reagiert, wie du agierst und in best. Situationen handelst. Du wirst Dinge für dich neu entdecken und auch an Problemen wachsen. Es ist ein großer Prozess welchen man auf den Reisen durchlebt. Eines der schönsten Dinge am Reisen überhaupt!

motorbike-vietnam


12. Hast du einen Leitsatz oder ein Lebensmotto ?

Live life to the fullest!


13. Gibt es ein Buch oder mehrere die du empfehlen kannst/ die dich geprägt haben ?


14. Welche anderen Blogs/Youtube Channels/ Podcasts verfolgst du ?

Ich bin eher zuviel damit beschäftigt mein Leben in vollen Zügen zu genießen als das Leben anderer zu folgen.

Aber wenn ich mal Zeit habe, gebe ich mir gerne ab und zu mal Casey Neistat, Gary Vee, Fun for Louis, Podcast von Marcus Meurer, Robert Gladitz und den digitalen Nomadenpodcast von Timo und Sascha.

Und jetzt kommt ja mein eigener Podcast auch noch raus 🙂


 Du willst mehr über Nick erfahren ? Hier sind hier ein paar nützliche Links:

 

 

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Ein Gedanke zu „6 Jahre Weltreise – Ein Interview mit Nick Martin

  1. Ein sehr informativer Artikel. Insbesondere auch die Information, wie das ganze finanziert wurde, finde ich sehr interessant, zumal daran ja doch am Ende alles abhängt.

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