Die Kunst des proaktiven Denkens und Handelns

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Arbeitstechniken, Produktivität

Der Begriff Proaktivität ist bei uns in Deutschland noch nicht allzu bekannt, in den USA hingegen ist er den meisten geläufig. Geprägt wurde der Begriff unter anderem durch Stephen R.Covey, der den Bestseller „7 Wege zur Effektivität“ * schrieb. Im deutschsprachigen Raum wurde er von dem Psychologen Viktor E. Frankl eingeführt.

Seitdem stößt man immer häufiger auf den Begriff „Proaktivität“.

Was bedeutet Proaktivität eigentlich und wie können wir sie in unserem Leben nutzen?

Proaktivität heißt übersetzt etwa „die Initiative ergreifen“, also Handeln.

Das Prinzip ist simple und dennoch nicht so einfach anzuwenden.

Worum es letzten Endes dabei geht, ist, unser reaktives Denken und Handeln in proaktives Denken und Handeln umzuwandeln und so unsere Produktivität zu steigern.

Warum ist es so wichtig, dass wir die Dinge tun und nicht nur darüber reden, sie uns anhören oder sie aufschreiben?

Das Ganze ist wissenschaftlich belegt und hängt damit zusammen, dass, je nachdem wie wir etwas aufnehmen, nur ein Teil davon hängen bliebt.

Wir behalten

10 % von dem, was wir LESEN,

20 % von dem, was wir HÖREN,

50 % von dem, was wir HÖREN und SEHEN,

70 % von Dingen, über die wir DISKUTIEREN

und

90 % von dem, was wir SELBST TUN!

Und genau deshalb ist dieses Prinzip so unglaublich wertvoll.

Für mich besteht Proaktivität aus zwei Bereichen, auf die ich nun etwas näher eingehen möchte. Der erste Bereich ist das proaktive Denken.

1. Proaktives Denken

Jeder unserer Handlungen geht ein Denkprozess voraus, bewusst oder unbewusst. Unser Denken ist also ein mächtiges Werkzeug, wenn es um unsere Produktivität geht. Unser Denken kann diese Produktivität hemmen oder ihr einen Boost geben.

Hier einmal ein paar Beispiele für eine reaktive Denkweise (so denken die meisten von uns, ich auch) und dem gegenübergestellt eine proaktive Denkweise:

Ich kann nichts dagegen tun. – Was kann ich tun? Was sind die Alternativen?

Ich muss … – Ich entscheide mich, … zu tun.

Ich kann das nicht. – Wie kann ich das ändern?

Er/Sie hat mir den Tag versaut. – Ich lasse mir von ihm/ihr nicht den Tag versauen.

Der Unterschied ist deutlich zu erkennen: Wenn wir reaktiv denken, dann denken wir eigentlich gar nicht nach, sondern geben meist unseren Emotionen die Macht über unser Denken, was in vielen Fällen dazu führt, dass unser Denken sehr negativ ist.

Wenn wir dagegen proaktiv denken, sind unsere Gedanken viel positiver und lösungsorientierter.

Proaktives Denken lernen

Dass reaktives Denken auf Dauer nicht gut für uns ist, dürfte nun jedem klar sein, die Frage ist nur: Wie können wir das ändern?

Reaktives Denken ist in den meisten von uns fest verankert, bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger.

Ich selbst ertappe mich immer wieder, wie ich sehr negativ und reaktiv denke, besonders, wenn gerade etwas nicht so Positives passiert ist. Das ist natürlich ganz normal, aber wir können es uns antrainieren, in solchen Situationen proaktiv zu denken.

Unser Gehirn ist eine Art Muskel, den wir trainieren können und so auch unser Denken. Das Ganze ist, wie so oft, eine Frage des kontinuierlichen Wiederholens.

Was wir also machen sollten, wenn wir uns auch immer wieder dabei ertappen wie wir sehr negativ über etwas denken, ist es uns zu überlegen, wie wir diesen Gedanken reaktiv formulieren können.

Mit der Zeit wird sich das Gehirn auf die positiven, proaktiven Gedanken umstellen, was nicht nur dazu führen wird, dass wir glücklicher sind, sondern wir werden auch wesentlich produktiver sein.


reaktives-proaktives-denken


2. Proaktives Handeln

Kommen wir nun zum zweiten Bereich der Proaktivität, dem proaktiven Handeln.

Proaktives Handeln bedeutet für mich, meistens überhaupt erst einmal zu handeln.

Denn meist finden wir uns in einer Situation wieder, in der wir zwar gerne etwas tun möchten, aber einfach nicht den Antrieb haben.

Was proaktives Handeln also bedeutet, ist ganz einfach gesagt:

Just do it! Mach es einfach!

Ich weiß, das ist einfacher gesagt als getan. Auch ich habe hin und wieder damit zu kämpfen, doch wenn wir uns das Prinzip oft genug vor Augen halten können wir es schaffen, diese Barriere zu durchbrechen.

Denken wir einmal kurz nach und fragen uns wann wir das letzte Mal etwas gemacht haben, obwohl wir überhaupt keinen Antrieb hatten. War es bei dir auch so, dass, sobald du einmal angefangen hast, gar nicht mehr so schwer war wie gedacht?

Mir geht es eigentlich immer so. Egal, ob ich mich dann doch zum Morgensport aufgerafft habe oder einfach mal doch angefangen habe, die ersten Zeilen für einen Artikel zu schreiben. Und danach? Danach habe ich mich immer super gefühlt und war froh, dass ich es trotzdem gemacht habe – ein fetter Motivationsbooster!

Wenn wir nichts tun, kann logischerweise auch nichts passieren. Werden wir aber aktiv dann wird etwas passieren. Natürlich kann es sein, das wir wieder bei null landen, aber das sollten wir in Kauf nehmen, denn es gibt meiner Meinung nach kein Verlieren, du kannst nur gewinnen oder lernen!

Und solltest du doch einmal Hemmungen haben zu handeln, dann frage dich: „ Was ist das Schlimmste, was passieren kann?“

Du wirst sehen, der Worstcease ist gar nicht so schlimm, wie du gedacht hast.

Proaktives Handeln bedeutet auch, vorauszuplanen und zielgerichtet zu handeln.

Es geht also darum, frühzeitig zu handeln, bevor man dazu gezwungen wird zu Handeln.

Das ist beispielsweise für Unternehmen extrem wichtig. Ein Unternehmer muss immer alles so gut wie möglich vorausplanen und mit allen erdenklichen Problemen rechnen, damit er am Ende nicht zu einer reaktiven Maßnahme gezwungen wird, die dass Unternehmen im schlimmsten Fall die Existenz kostet.


Das war mein Artikel zum Thema: „Die Kunst des proaktiven Denkens und Handelns. Ich hoffe, der Artikel hat dir gefallen, wenn ja, dann teile ihn doch mit deinen Freunden und lass mir einen Kommentar da.

Bis dahin, dein Isaak 🙂


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